Router, Parallel und Warten
Die drei Helfer steuern den Ablauf eines Flows, statt selbst etwas zu tun. Sie liegen im Editor im Reiter Helfer.
| Helfer | Beschreibung in der Oberfläche |
|---|---|
| Router | Verschiedene Wege gehen |
| Parallel | Führt nachfolgende Schritte für jedes Listenelement einzeln aus. |
| Warten | Pausiert den Flow für eine festgelegte Dauer. |
Router
Der Router verzweigt den Flow: Je nach Bedingung geht es einen anderen Weg weiter.
Typische Anwendungen:
- Nach Betrag: über 1000 € zur Freigabe, darunter direkt bestätigen
- Nach Kategorie: Anfrage an das jeweils zuständige Team
- Nach Status: unterschiedliche Benachrichtigungen
Bedingungen
An jedem ausgehenden Weg legen Sie eine Bedingung fest. Zur Verfügung stehen:
| Operator | |
|---|---|
| ist gleich | ist nicht gleich |
| ist größer als | ist kleiner als |
| ist größer als oder gleich | ist kleiner als oder gleich |
| beginnt mit | endet mit |
| enthält | |
| ist vor | ist nach |
| ist leer | ist nicht leer |
| ist wahr | ist falsch |
Mehrere Bedingungen verknüpfen Sie mit und beziehungsweise oder.
Die Werte holen Sie aus vorherigen Schritten — siehe Daten zwischen Schritten.
Immer einen Standardweg vorsehen
Trifft keine Bedingung zu, läuft der Flow an dieser Stelle ins Leere. Bei Zahlen und Auswahlfeldern denkt man leicht nur an die erwarteten Fälle und vergisst leere Werte.
Sehen Sie einen Weg mit ist leer vor oder formulieren Sie die letzte Bedingung so, dass sie alles Übrige auffängt.
Bedingungen prüfen, bevor der Flow produktiv geht
Ein Router mit falsch gesetzter Bedingung schickt Vorgänge stillschweigend in den falschen Zweig — es gibt keine Fehlermeldung. Testen Sie jeden Zweig einzeln mit passenden Testdaten. → Flows testen
Parallel
Parallel ist die Schleife: Der Schritt nimmt eine Liste und führt die nachfolgenden Schritte für jedes Element einzeln aus.
Fast immer steht davor ein Schritt, der eine Liste liefert:
Auslöser
↓
Alle Einträge laden → liefert eine Liste
↓
Parallel → je Element einmal
↓
E-Mail → läuft je EintragTypische Anwendungen:
- Serienmail an alle Einträge einer Ansicht
- Je Position einer Rechnung einen Vorgang anlegen
- Zeilen einer importierten CSV-Datei einzeln verarbeiten
Ohne Parallel passiert es nur einmal
Der häufigste Fehler beim Arbeiten mit Listen: Alle Einträge laden verwenden und sich wundern, dass die folgende E-Mail nur einmal verschickt wird — oder mit unbrauchbarem Inhalt.
Eine Liste ist noch keine Wiederholung. Erst Parallel macht daraus einzelne Durchläufe.
Bei großen Listen aufpassen
Läuft Parallel über eine ungefilterte Ansicht mit tausenden Einträgen, werden die folgenden Schritte tausendfach ausgeführt — inklusive E-Mails und Aufrufen fremder Systeme.
Filtern Sie die Ansicht vorher auf das, was wirklich verarbeitet werden soll, und testen Sie mit einer kleinen Menge.
Warten
Warten pausiert den Flow für eine festgelegte Dauer und setzt ihn danach fort.
Typische Anwendungen:
- Erinnerung einige Tage nach einer Anmeldung
- Nachfassen, wenn nach einer Frist keine Rückmeldung kam
- Abstand zwischen zwei Aufrufen eines fremden Systems
Warten ist keine Terminplanung
Warten misst ab dem Zeitpunkt, an dem der Schritt erreicht wird — nicht bis zu einem festen Datum. „Drei Tage nach dem Auslöser" geht damit gut; „jeden Montag um 9 Uhr" nicht.
Ein wartender Durchlauf hat in der Durchlaufhistorie den Status Wartet.
Was es nicht gibt
Kein Zusammenführen von Zweigen
Ein Router teilt den Flow auf. Ein Schritt, der die Zweige wieder zusammenführt, wird im Editor nicht angeboten.
Bauen Sie Abläufe deshalb so, dass jeder Zweig für sich zu Ende läuft. Braucht es an mehreren Zweigenden dasselbe, müssen Sie den Schritt in jedem Zweig anlegen.